Gefallene der komala

Rojhalat TV

Komala-Frauen Komala-Lied Kurdisch
Kontakt mit Komala

Komala Radio

Zeitung Asoy Rojhalat Persisch English

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mofas' Iran-Äußerung trifft auf Widerspruch im Kabinett

 

 

Jerusalem (AP) Der israelische Verkehrsminister Schaul Mofas ist im Kabinett mit seiner Äußerung auf Widerspruch gestoßen, Israel werde Krieg gegen den Iran führen müssen, sollte Teheran nicht sein Atomprogramm einstellen. Der stellvertretende Verteidigungsminister Matan Vilnai sprach von einem zynischen Profilierungsversuch. Mofas sieht sich als möglicher Nachfolger von Ministerpräsident Ehud Olmert, falls dieser wegen laufender Korruptionsermittlungen zurücktreten muss.

Auch Olmerts Sprecher Mark Regev ging auf Distanz zu der Interview-Äußerung des ehemaligen Streitkräftechefs und Verteidigungsministers. Olmert habe die israelische Politik während seiner US-Reise vor einigen Tagen dargelegt, sagte Regev. Vor Journalisten forderte Olmert im Atomstreit mit dem Iran härtere internationale Sanktionen und sagte, dass eine «wirksamere» Lösung unter Führung der USA näher rücke.

Die Zeitung «Jediot Ahronot» hatte Mofas am Freitag mit den Worten zitiert, wenn der Iran sein Atomprogramm nicht einstelle, müsse Israel militärisch vorgehen. «Die Sanktionen sind nicht wirksam», wurde Mofas zitiert. «Es wird keine andere Wahl bleiben, als den Iran wegen seines Atomprogramms anzugreifen.» Seine Sprecherin Talja Sometsch bestätigte, dass der Minister korrekt zitiert wurde. Mofas habe seine eigene Meinung zum Ausdruck gebracht.

Für einen israelischen Militärschlag gegen ein Atomprogramm im Mittleren Osten gibt es einen Präzedenzfall: 1981 zerstörten israelische Kampfflugzeuge einen noch nicht fertig gestellten irakischen Reaktor.

Möglicher Grund für Rekordanstieg des Ölpreises

Vilnai sagte zu Mofas' Äußerung: «Der zynische Gebrauch strategischer Angelegenheiten Israels für Parteipolitik ist völlig inakzeptabel und sehr schwerwiegend.» Der Verkehrsminister wäre gut beraten, zu schweigen und «Sicherheitsfragen jenen zu überlassen, die dafür zuständig sind».

Am Freitag wurde der höchste Tagesanstieg für den Ölpreis verzeichnet; das Barrel verteuerte sich um acht Prozent auf 138,54 Dollar. Einige Analysten sagten, der Sprung sei auch darauf zurückzuführen, dass es zu einer Störung oder Unterbrechung der globalen Ölversorgung kommen könnte - und verwiesen dabei auf Mofas.