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Lehrer im Iran zum Tode verurteilt
Mittlerweile ist im Iran gegen vier Lehrer die Todesstrafe verhängt
worden. Als letzen traf es den Lehrer Enwer Huseynpenahî. Zuvor
wurden die Lehrer Ferzad Kemanger, Eli Heyderiyan und Ferhad Wekili
zum Tode verurteilt.
Der Lehrer Ferzad Kemanger war in der Stadt Kirmashan unter dem
Vorwurf der Mitgliedschaft bei der PJAK verhaftet worden. Zeitgleich
wurden in der Stadt Sine die Lehrer Eli Heyderiyan und Ferhad Wekili
verhaftet. Alle drei befinden sich seit 16 Monaten unter Folter und
Isolation im Gefängnis. Nach einer wahren Odyssee vom Gefängnis in
Kirmaşan, Sine, Kamyaran und zu letzt in Tahran befinden sie sich
jetzt im Gefängnis Kerec. In dieser Zeit erlitt der Lehrer Ferzad
Kemanger durch die Folter Verbrennungen an seinen Armen, außerdem
wurde ihm ein Bein gebrochen. Während der Gerichtsverhandlung, die
ganze sieben Minuten dauerte, wurde der Vorwurf der Mitgliedschaft
in der PJAK aufgehoben und es erfolgte die Verurteilung wegen der
Mitgliedschaft in der PKK. Die Öffentlichkeit war von der
Verhandlung ausgeschlossen. Ein Anwalt stand den Lehrern nicht zur
Seite. Nach Verkündung des Urteils riefen die Lehrer aus Protest
Parolen wie “Biji Serok Apo” und verließen den Gerichtssaal. Der
Lehrer Kemanger erklärte anschließend in unzähligen Petitionen, dass
er weder Mitglied in der PKK noch in der PJAK sei. Das er aber die
Ideologie des kurdischen Führers Abdullah Öcalans unterstütze und
dieser auch weiterhin verbunden bleiben werde. Die Familie des
Lehrers Kemanger geht davon aus, dass Kemanger in die Schusslinie
des iranischen Regimes geraten sei, weil sein Bruder sich der
Guerilla angeschlossen habe. In Sine kam es derweil zu Protesten.
1300 Protestierende kamen zusammen und forderten die Freilassung der
verurteilten Lehrer.
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