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Ban Ki-Moon kritisiert Iran
Menschen-, Frauen- und Minderheitenrechte von: Wahied Wahdat-Hagh
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat am 20. Oktober seine Sorgen über
die massiven Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen und
Minderheiten im Iran geäußert. Er ist besorgt über die zunehmende
Häufigkeit der Hinrichtungen, über Menschenrechtsverletzungen gegen
Frauen, Universitätsstudenten, Lehrer, Arbeiter, andere Aktivisten
und über massive Menschenrechtsverletzungen gegen religiöse
Minderheiten, wie die Angehörigen der Bahai-Religion. Ban ging am 20. Oktober auch auf die Todesstrafe für Kinder ein. Zwar hatte ein iranischer Beamter, Hossein Zebhi, vorgeschlagen, dass die Todesstrafe für Kinder aufgehoben werden sollte. Zebhi schränkte dann aber ein, dass nach islamischem Gesetz nur Familienangehörige des Opfers sich für ein Blutgeld statt für die Hinrichtung entscheiden können. Tatsächlich sind allein in diesem Jahr im Iran 6 Menschen unter 18 Jahren hingerichtet worden. Die grausame Sittenpolizei führt „Säuberungen“ durch. Die Sittenpolizei der totalitären Diktatur geht immer härter gegen die iranischen Frauen vor. „Roozonline“ berichtete am 22. Oktober, dass verstärkt auch Autofahrerinnen und Mitfahrerinnen, die in ihren PKWs ihre Kopftücher nicht ordnungsgemäß tragen, kontrolliert und verhaftet werden. Sogar die Autos von Fahrerinnen oder Mitfahrerinnen, die die Kleiderordnung nicht einhalten, werden zwischen einer Woche bis zu zwei Monaten beschlagnahmt. Die Sittenpolizei agiert nach dem Motto eines staatlichen „Programms zur sozialen Sicherheit“. Die islamische Gesellschaft soll sogar von alleinstehenden und alleine wohnenden Frauen, die gegen die islamischen Kleidervorschriften verstoßen haben, „gesäubert“ werden. Wohnungen von weiblichen Singles seien Orte des Verderbens. Im Winter sollen Frauen noch nicht einmal Stiefel anziehen dürfen, offenbar, weil die Konturen der Beine sichtbar werden. Frauen, die sich „unislamisch“ kleiden, werden in einer Spezialkartei als Mob, „Arazel wa Obash“ aufgeführt. Falls Frauen mehrfach wegen schlechter Bekleidung verhaftet werden, bekommen sie einen Extra-Ausweis und müssen sich regelmäßig bei der Polizei zur Kontrolle melden. Zoroastrier werden als Ungläubige bezeichnet Besonders besorgniserregend sind Maßnahmen gegen die religiösen Minderheiten im Iran. „Iran Press Watch“ meldete, dass laut einer schriftlichen Aussage des Revolutionsführers, Ali Khamenei, sogar Zoroastrier, Angehörige der altpersischen Religion, inzwischen als Ungläubige behandelt werden sollen. Obwohl Zoroastrier, Christen und Juden zu den Buchreligionen zählen. „Iran Press Watch“ veröffentlichte ein Dokument, das die Handschrift von Ayatollah Khamenei beinhaltet. Es geht um folgenden Fall: Ayatollah Khamenei, Revolutionsführer des Iran, wurde schriftlich gefragt, wie man die Erben einer zoroastrischen Familie behandeln müsse, wenn einer der Erben Muslim geworden sei. Der Revolutionsführer urteilte schriftlich, dass falls einer der Erben Muslim geworden sei, dieser die gesamte Erbschaft bekommen müsse, da die anderen Ungläubige, „Kafar“, seien. In diesem Urteil des Obersten staatlichen Führers werden sogar die Zoroastrier als „Kafar“ bezeichnet. Friedhofsschändungen Am 23. Oktober veröffentlichten die „Human Rights Activists in Iran“ ein offenbar geheimes Dokument, das aus dem Büro des iranischen Führers stammt. Daraus geht hervor, dass die drei jungen Bahai, die in Schiraz seit über 10 Monaten in Haft sitzen, unschuldig sind. Dennoch werden die drei Bahai, die als Sozialarbeiter tätig waren, immer noch in Haft gehalten, wie „Iran Press Watch“ berichtet.
Die
Friedhöfe der Bahai werden seit Jahren unter eindeutiger
Befürwortung der iranischen Machthaber zerstört. Staatliche Medien
schüren propagandistisch den Hass gegen die Bahai. Religiöse
Fanatiker scheuen sich nicht Friedhöfe zu zerstören. Über 2500 Bäume wurden auf diesem Friedhof, der sich ohnehin außerhalb der Stadt befindet, zerstört. Ein besonderes Bewässerungssystem, das in diesem Friedhof alle Bäume tropfenweise am Leben hielt, wurde von aufgehetzten Fanatikern ebenfalls gänzlich zerstört. Schon vor sechs Jahren, d.h. unter der Regierung des Präsidenten Khatami waren die Bäume dieses Friedhofes mit rund 900 Gräbern zerstört worden.
Ahang Rabbani schreibt: „Wir wissen, dass das gegenwärtige Regime
glaubt, dass die Bahai Gemeinschaft kein Recht auf Leben und
Existenz hat.“ Er fragt, was denn die Bäume getan haben: „Aber warum
haben die Bäume nicht das Recht zu leben und zu wachsen? Welches
Verbrechen haben diese Bäume begangen, außer dass sie in der Nähe
von Bahai waren. Welches Verbrechen haben diese Bäume begangen?" Quelle: Welt Online
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