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Atomstreit – Kritik am Iran

 

Nach Angaben der UN-Atomenergiebehörde (IAEA) hat der Iran sein Atomprogramm fortgesetzt. Die Regierung in Teheran bestreitet dies. Der UN-Sicherheitsrat hat schon mehrmals Sanktionen gegen den Iran verhängt.

Der Iran hat nach Angaben der UN-Atomenergiebehörde IAEA sein umstrittenes Atomprogramm trotz internationaler Forderungen nach einer Aussetzung fortgeführt. Teheran habe sich nicht an die Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates gehalten und neue Zentrifugen in Betrieb genommen, erklärte die IAEA in einem internen Bericht, der der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlag.

Gleichzeitig kritisierte die Behörde, dass sie keine „substantiellen“ Fortschritte machen konnte bei ihren Untersuchungen zur Frage, ob das iranische Atomprogramm einem militärischen Zweck dient. Dies liege an der „mangelnden Kooperation“ des Irans.

„Es herrscht völliger Stillstand“, sagte ein UN-Vertreter. Die Situation sei schlechter als im September, als die IAEA ihren bislang letzten Bericht über das iranische Atomprogramm veröffentlicht hatte. Nach Angaben des UN-Vertreters waren am 7. November noch rund 3800 Zentrifugen zur Anreicherung von Uran im Iran aktiv, und 2200 weitere sollen bald in Betrieb genommen werden. Die USA und ihre westlichen Verbündeten werfen dem Iran vor, am Bau von Atombomben zu arbeiten. Teheran bestreitet dies und pocht auf sein Recht, als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags Uran anzureichern. Der UN-Sicherheitsrat hat bereits mehrfach Sanktionen gegen Teheran verhängt.

Auch mit einer mutmaßlichen syrischen Atomanlage beschäftigt sich die IAEA in dem Bericht. Ob die im vergangenen September von der israelischen Luftwaffe zerstörten Anlage El Kibar in der syrischen Wüste tatsächlich für atomare Zwecke genutzt werden sollte, könne noch nicht sicher festgestellt werden, erklärte die IAEA. Die Merkmale des Gebäudes sowie dessen Verbindung zu Pumpen für Kühlwasser ähnelten jedoch denen von Atomanlagen. „Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass das fragliche Gebäude für einen nicht-atomaren Zweck bestimmt war“, erklärte die IAEA.
Die USA warfen Damaskus im April vor, in El Kibar mit nordkoreanischer Hilfe heimlich den Bau eines Atomreaktors betrieben zu haben. Syrien bestreitet den Betrieb einer Atomanlage und spricht von einer nicht mehr benutzten militärischen Einrichtung.

 

quelle:focus.de

 

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